Foto: Sebastian Weindel

Die letzte Flamme und der erste Funke

Reformation und Medienrevolution

Ausstellungs­ort: Bibliotheks­bereich A3 (A3, 6-8), 2. OG
Dauer: 9. Dezember 2016–31. März 2017
Kooperations­partner: Lehr­stuhl für Spätmittelalter und Frühe Neuzeit am Historischen Institut der Universität Mannheim und Universitäts­bibliothek Mannheim

Im Jahr 1517 publizierte Martin Luther seine 95 Thesen. Dieses Ereignis gilt als Beginn der Reformation. 500 Jahre später begeht die Evangelische Kirche dieses bedeutende Geschehen.

Die Universitäts­bibliothek Mannheim hat in ihren Beständen viele wichtige Drucke aus der damaligen Zeit. Die ausgestellten Bücher beinhalten unter anderem die 95 Thesen, einen frühen Druck der Lutherischen Bibelübersetzung und Werke von Gegnern der Reformation.

In der Ausstellung wird deutlich, dass ohne den gerade entwickelten Buchdruck eine schnelle Verbreitung der reformatorischen Ideen nicht möglich gewesen wäre. Umgekehrt waren die reformatorischen Schriften die damaligen Bestseller, haben den Umsatz der Bücher erhöht und damit eine Stagnations­phase im Druckhandwerk zu Beginn des 16. Jahrhunderts beendet. Alle gezeigten Werke sind digitalisiert und über die virtuelle Ausstellung zugänglich.

Studierende der Universität Mannheim haben in einem Seminar diese Ausstellung konzipiert. Die ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung von Alten Drucken der Universitäts­bibliothek Mannheim. Die Studierenden wurden betreut von Prof. Dr. Hiram Kümper, dem Inhaber des Lehr­stuhls für Spätmittelalter und Frühe Neuzeit am Historischen Institut der Universität Mannheim und Dr. Christian Hänger, dem Leiter der Abteilung Digitale Bibliotheksdienste und Fach­referenten für Geschichte der Universitäts­bibliothek.