Daten­management­plan

Ein Daten­management­plan (DMP) beschreibt den Umgang mit Forschungs­daten vor Projektbeginn und stellt die Nachvollziehbarkeit der Daten während und nach dem Projekt sicher. DMPs werden oft in formalisierter Form bei der Antragstellung oder während der Projektlaufzeit verlangt, z.B. bei Horizon Europe, ERC Grants. Auch die DFG verlangt Informationen zum Daten­management, obwohl es sich dabei nicht explizit um ein DMP handelt.

Sie können ein DMP mit MADataPlan erstellen, unserer Instanz von RDMO, einem DMP-Tool, das Forscher an der Universität Mannheim bei der Erstellung, Verwaltung und Speicherung von DMPs unterstützt.

DMP und Forschungs­förderung in Deutschland und Europa

Die Anforderungen an ein DMP unterscheiden sich je nach Förder­einrichtung in Deutschland und Europa (siehe unten).

Förderinstitution

DMP-Anforderungen

DMP-Vorlage?

Deutschland

  

Deutsche Forschungs-gemeinschaft (DFG)

Es handelt sich nicht explizit um ein DMP, aber Informationen zum Daten­management werden normalerweise in Abschnitt 2.4 des Antrags verlangt. Es gibt auch einige fach­spezifische und programm­spezifische Empfehlungen für den Umgang mit Forschungs­daten in Förderanträgen, aber die Forscher sind nicht verpflichtet, über die allgemeinen Hinweise hinauszugehen. Siehe DFG-Richtlinien zum Umgang mit Forschungs­daten.

Ja (inoffiziell), erhältlich bei MADataPlan.

Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Es gibt keine allgemeinen Anforderungen in Bezug auf Forschungs­daten. Die Anforderungen werden für jede Ausschreibung individuell festgelegt. Siehe Bundes­ministerium für Bildung und Forschung.

Nein

Volkswagen Stiftung

Ja, es ist Voraussetzung für die Forschungs­förderung der Volkswagen Stiftung, dass die Antragsteller mit ihrem Förderantrag ein DMP einreichen. Siehe Open Science Policy der Volkswagen Stiftung (476 KB).

Ja (108 KB)

Baden-Württemberg Stiftung

Nein

Nein

Fritz Thyssen Stiftung

Nein

Nein

Hans Böckler Stiftung

Nein

Nein

Europa

  

European Research Council (ERC)

Ja, die Antragsteller müssen nach den ersten sechs Monaten des Förderzeitraums ein DMP vorlegen und den DMP kontinuierlich aktualisieren, wenn sich wesentliche Änderungen ergeben, siehe ERC, Open Science, Abschnitt 2. Forschungs­daten in Horizon Europe.

Ja, die Vorlage ist auf MADataPlan verfügbar.

Horizon Europe

Ja, die Antragsteller müssen nach den ersten sechs Monaten des Förderzeitraums einen DMP vorlegen und diesen bei wesentlichen Änderungen laufend aktualisieren, siehe Horizon Europe.

Ja, die Vorlage ist auf MADataPlan verfügbar.

European Science Foundation

Nein

Nein

Angepasst von CESSDA Training Team (2017 – 2022). CESSDA Data Management Expert Guide. Bergen, Norwegen: CESSDA ERIC. Tabelle von: https://dmeg.cessda.eu/Data-Management-Expert-Guide/1.-Plan/European-diversity

Sie sollten auch die Standards für das Daten­management in Ihrem eigenen Forschungs­bereich (z.B. Geistes­wissenschaften, Sozial­wissenschaften, Wirtschafts­wissenschaften) berücksichtigen, die Ihnen Hinweise darauf geben können, was Sie in Ihren DMP aufnehmen sollten. Sehen Sie sich in diesem Fall die folgenden Dokumente an:

Benötigen Sie etwas Inspiration?

Auf der Website des Digital Curation Center (DCC) können Sie sich Beispiele für DMPs aus erfolgreichen Forschungs­anträgen ansehen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wonach Gutachter suchen könnten (2,3 MB).

Beantragen Sie Fördermittel außerhalb Deutschlands?

Hier erfahren Sie mehr über die DMP-Anforderungen für Anträge auf Forschungs­förderung im Ausland.

Kontakt

Dr. David Philip Morgan

Dr. David Philip Morgan

Open Science Officer | Referent für Forschungs­daten­management (Sozial­wissenschaften)
Universität Mannheim
Universitäts­bibliothek
Schloss Schneckenhof West – Raum SN 270
68161 Mannheim
Forschungsdatenzentrum (FDZ)

Forschungs­datenzentrum (FDZ)

Team: Irene Schumm, Phil Kolbe, David Morgan, Renat Shigapov, Christos Sidiropoulos, Larissa Will
Universität Mannheim
Universitäts­bibliothek Mannheim
Schloss Schneckenhof West
68161 Mannheim